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    3 months ago

    Das wird tatsächlich so sein - reich wurde und wird man nicht mit solchen Haltungen (ich bin ein alter Öko; alle ökologischen Bestrebungen waren nutzlos und wurden von der Mehrheit sogar bekämpft).

    Die Reichen werden sich ihre wohltemperierten Schlupflöcher schon bauen und es dort noch etwas länger aushalten.

    • the_third@feddit.de
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      3 months ago

      Naja, “wohltemperiertes Schlupfloch” kann ja auch einfach ein Haus mit Klimaanlage sein. Wenn die benötigt wird, ist der PV-Strom sowieso übrig, da ist das jetzt nicht so wild vom Impact her sich das zu gönnen.

      • Killing_Spark@feddit.de
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        3 months ago

        Schau dir mal kurz an wer in Deutschland so sein eigenes Haus mit Klimaanlage besitzt. Man ist erstaunt wie wenige sich das tatsächlich leisten können dafür, dass es oft als der Normalzustand angesehen wird.

        • the_third@feddit.de
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          3 months ago

          Ich verwehre mich einfach gegen den Begriff “reich”. Asset rich, cash flow poor sagt mein Portemonnaie.

          • Killing_Spark@feddit.de
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            3 months ago

            versteh ich nicht. Erstens erlaubt dir deine asset richness mietfrei zu leben (also mit einem niedrigen cashflow untypisch komfortabel) und zweitens ist reich doch genau das: viele assets haben.

            und wenn du dich gegen “reich” wehrst andert das nichts daran dass nur relativ wenige in diese position kommen

            • the_third@feddit.de
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              3 months ago

              Weiß ich nicht - ich war liquider, als ich full service gewohnt habe. Da musste ich deutlich weniger Risiken absichern. Jetzt hab ich “was kann passieren” in Höhe von zwei Jahresnettogehältern um mich herum.

              “reich” heißt für mich:

              • frei in eigenen Entscheidungen mit wenig Restriktionen durch zeitliche, räumliche und finanzielle Gebundenheit
              • und im zweiten Schritt: Einfluss auf die Entscheidungen anderer aufgrund der Menge uneingeschränkt kontrollierten Kapitals

              Da seh ich mich bei beidem nicht. Die Statistik gibt mir auch Recht, Kapitalverteilung wird zunehmend logarithmisch und der Sprung der beide o.g. Punkte freischaltet liegt in unserer Gesellschaft nicht zwischen Mietern und Besitzern eines EFH.

              • Killing_Spark@feddit.de
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                3 months ago

                Punkt 1 ist ne komische Definition von Reichtum es ist eher eine Folge von u.a. Reichtum. Kann aber durchaus auch auf ganz andere Wege erreicht werden, Obdachlose zum Beispiel wären nach Punkt 1 auch reich. Und auch reiche können sich an vieles Binden und danach weniger frei sein.

                Punkt 2 kommt dann eher in den Bereich von superreich. Ja das bist du natürlich nicht mit einem EFH. Aber zwischen “normal” und superreich liegt eben ne gewisse Schicht reiche. Und “normal” ist es eben nicht mehr dass sich jeder ein EFH leisten kann. Geschweige denn von 2 Netto Gehältern. Wenn du mit zwei netto Gehältern ein Haus kaufen kannst Verdienst du sehr gut.

                Edit: Außerdem hast du ja immer die Möglichkeit dein Asset wieder zu Geld zu machen und extrem flüssig zu werden. Das hast du wenn du mietest einfach nicht

                • the_third@feddit.de
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                  3 months ago

                  Geschweige denn von 2 Netto Gehältern. Wenn du mit zwei netto Gehältern ein Haus kaufen kannst Verdienst du sehr gut.

                  Nene, da haben wir uns falsch verstanden. Das teuerste was nicht versichert ist sind zwei Jahre Nettogehälter, das wäre ein Totalschaden der Heizungsanlage. Alles drüber ist von Gebäudeversicherung abgedeckt.

                  Obdachlose zum Beispiel wären nach Punkt 1 auch reich.

                  Nee, die leben ja richtig hart fremdbestimmt. Wie ist das Wetter, wo kann ich meine Sachen sicher unterbringen, wo schlafe ich sicher.

                  Ich meine: Wenn ich morgens aufwache und Bock hab mit dem Hund im Teutoburger Wald zu wandern - und ich kann das dann einfach machen, weil bedarfsweise andere den Laden am Laufen halten, dann bin ich reich. Wenn ich einfach essen gehe wo ich Lust habe, wenn mein Hobby nur danach ausgesucht ist, was mir Spaß macht, dann bin ich reich.

                  Außerdem hast du ja immer die Möglichkeit dein Asset wieder zu Geld zu machen und extrem flüssig zu werden.

                  Wenn ich die Kohle einfach in ETFs gesteckt und ansonsten gemietet hätte, sähe das deutlich besser aus, ich sag’s dir.

                  • Killing_Spark@feddit.de
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                    3 months ago

                    Weiß nicht, ich find deine Definition von reich ein bisschen mehr als nur reich. Aber das ist vmtl Gefühlssache. Wenn ich aber z.b. mal die Armutsgefährdungsgrenze heranziehe ist das ja 60% vom Medianeinkommen. Die Reichtumsgefährdungsgrenze würde ich fairerweise ähnlich ansetzen bei 40% über dem Medianvermögen. Das Medianvermögen finde ich Grade nicht easy aber destatis sagt der Durchschnitt (also tendenziell höher als der echte Median) lag 2018 bei ca 160k. Reichtumsgefährdet bist du unter der Definition also mit ca 224k vermögen.

                    Ich behaupte jetzt einfach mal dass man zumindest typischerweise mit einem EFH in der Hinterhand da dazugehört.

                    Ob das jetzt eine schlaue Wertanlage im Sinne des Wachstums des Wertes war ist doch für die Bewertung ob du reich bist oder nicht ziemlich schnurz, da geht’s doch erstmal nur darum wie viel du gerade hast relativ zu anderen. Und auch hier: du hast jederzeit die Freiheit das Geld “besser” anzulegen. Jemand der kein Haus hat kann das nicht

      • ladicius@lemmy.world
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        3 months ago

        Einfach…

        Klar, kaufe ich mir mal eben so. Konnte auch in meiner Generation nicht jeder - zum Glück, denn:

        … ein Haus.

        EHF sind die Haupttreiber der Zersiedelung und der Flächenversiegelung.

        Aus diesen wenigen Worten spricht genau das von mir gemeinte selbstgefällige Elend, das meine Generation über dieses Land gebracht hat. Oder Du hast da Satire der höheren Form geliefert, dann wäre Dein Kommentar noch akzeptabel.

        • the_third@feddit.de
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          3 months ago

          Mein Haus ist kleiner als das Haus, das es ersetzt hat, es benötigt weniger Energie, das Niederschlagswasser wird seit meinem Bau im Garten versickert statt sofort abgeleitet und ich habe außer dem Hausdach gar keine fest versiegelten Flächen. Durch den Bau mitten im Ortskern haben wir höchstens nachverdichtet, aber nicht weiter zersiedelt. Ich finde solche pauschalen Urteile ohne Kenntnis der Situation nicht gut.